Palast der Schirwanschahs

BakuAls ich das erste Mal in Baku war, verirrte ich mich in den steinernen Gassen der Altstadt. Der Wind pfiff durch einen Türbogen. Dann hörte ich die Geräusche des Innenhofs: Vogelgezwitscher, Schritte, Flüstern. Plötzlich tauchten die Mauern des Schirwanschah-Palastes vor mir auf. Es war, als wäre die Stadt um Jahrhunderte zurückversetzt worden. Die Schatten der Türme fielen auf das Kopfsteinpflaster. Die Bogentüren wirkten friedlich. Im Sonnenlicht schimmerte der Stein honigfarben. Drinnen angekommen, ließ ich den Lärm Bakus hinter mir. Im Innenhof schien die Zeit langsamer zu vergehen. Hinter jeder Ecke verbarg sich eine andere Geschichte. Deshalb glaube ich, dass der Schirwanschah-Palast mehr ist als nur ein Museum.
Schlagzeilen
Wohin und wie kommt man dorthin?
Der Schirwanschah-Palast befindet sich in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Er liegt auf einer Anhöhe innerhalb der Altstadtmauern. Am einfachsten erreichen Sie ihn mit der Metro. Steigen Sie an der Station „İçərişəhər“ aus und gehen Sie den Rest des Weges zu Fuß. Nach dem Verlassen der Metro erwartet Sie ein kurzer Anstieg. Die Kopfsteinpflastergassen sind eng und verwinkelt, daher empfiehlt sich eine Karte. Sich zu verlaufen, kann aber auch seinen Reiz haben. Taxis setzen Sie in der Regel direkt am Eingang der Altstadt ab. Von dort aus können Sie den Rest zu Fuß erkunden. In den frühen Morgenstunden sind die Straßen ruhiger. Am späten Nachmittag ist das Licht weicher und eignet sich daher ideal zum Fotografieren.
Kurze Geschichte
Der Schirwanschah-Palast symbolisiert die Macht des Schirwanschah-Staates. Seine Hauptbauzeit fällt ins 15. Jahrhundert und ist insbesondere mit der Herrschaft Khalilullahs verbunden. Der Palast war nicht nur als Residenz gedacht, sondern vereinte Verwaltungs-, Zeremonien- und religiöse Räume. Im Laufe der Zeit wurden neue Gebäudeteile hinzugefügt. Erdbeben und Kriege haben Baku schwer getroffen, doch der Palast blieb bis heute erhalten. Zusammen mit der Altstadt (Icherishehr) gehört er zum UNESCO-Welterbe, was seinen Wert zusätzlich unterstreicht. Heute ist der Palastkomplex ein Museum, das besichtigt werden kann.
Architektonische und künstlerische Besonderheiten
Der erste Eindruck des Palastes wird durch sein Mauerwerk vermittelt. Der gelbliche Kalkstein fängt das Licht ein und lässt die Oberfläche lebendig wirken. Die Anordnung der Höfe erzeugt einen ruhigen Rhythmus. Die Gebäude sind durch Korridore und Durchgänge miteinander verbunden. Die Bögen sind nicht scharfkantig, sondern von einer zurückhaltenden Eleganz. Die geschnitzten Verzierungen an den Haupttoren sind beeindruckend. Inschriftenbänder und geometrische Motive sind häufig zu sehen. An manchen Stellen finden sich auch Spuren pflanzlicher Ornamente. Innerhalb des Komplexes ist der Divanhane (Ratssaal) besonders erwähnenswert. Sein achteckiger Grundriss und die Kuppel sind unvergesslich. Die Gräber unterstreichen die spirituelle Bedeutung des Palastes. Auch die Schlichtheit der Palastmoschee ist beeindruckend. Die Überreste des alten Badehauses lassen Erinnerungen an den Alltag aufleben. Steintreppen und Terrassen eröffnen den Blick auf die Umgebung. Dieser Blick lässt die Brise von Baku erklingen.
Besuchen Sie Informationen
Eine kleine Planung vor dem Besuch erleichtert die Sache.
- Der Einlass erfolgt in der Regel über die Ticketkasse.
- Die Öffnungszeiten können je nach Jahreszeit variieren.
- An den meisten Tagen beginnt es morgens und endet am späten Nachmittag.
- Die Wegweiser im Inneren sind sehr deutlich.
- Die Innenhöfe haben Steinböden, daher sind rutschfeste Schuhe am besten geeignet.
- Der Wind kann stark sein, eine leichte Jacke ist daher von Vorteil.
- Es macht mehr Spaß, die Museumsbereiche in Stille zu erkunden.
- Die Details gewinnen an Bedeutung, wenn man an einer geführten Tour teilnimmt.
- Aufgrund von Restaurierungsarbeiten können einige Bereiche gesperrt sein.
- Die Fotoregeln können je nach Veranstaltungsort variieren.
Tipps und Tricks zum Fotografieren
Die besten Aufnahmen gelingen meist im ersten Innenhof. Versuchen Sie, die Symmetrie vor dem Haupttor einzufangen. Gürtel Der Blick von unten auf den Innenhof erzeugt eine eindrucksvolle Wirkung. Die Gegend um den Divanhane (Ratssaal) eignet sich ideal für Nahaufnahmen. Die Steinschnitzereien wirken aus der Nähe wunderschön. Sie können das Lichtspiel in den Kuppelübergängen einfangen. Von den Terrassen des Palastes haben Sie einen herrlichen Blick auf Baku. Achten Sie darauf, Ihr Handy wegen des Windes ruhig zu halten. Bei Sonnenuntergang schimmern die Steine in wärmeren Farben. Wenn Sie den Menschenmassen entgehen möchten, besuchen Sie den Palast am besten früh morgens. Nach dem Regen glänzen die Steinoberflächen und sind beeindruckend. Machen Sie auf dem Rückweg auch Fotos in den Straßen der Altstadt. Sie ergänzen die Textur des Palastes und verleihen dem Bild eine stimmige Gesamtwirkung.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Verlässt man den Palast, so ist die Innenstadt selbst schon eine lohnende Entdeckungsreise. Jungfrauenturm Es ist bequem zu erreichen. Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer bietet eine wunderschöne Route. In den engen Gassen entdecken Sie kleine Innenhöfe und Tore. Kunsthandwerksläden laden zu kurzen Pausen ein. An windigen Tagen bieten Teehäuser eine willkommene Auszeit. In der Nähe befinden sich außerdem mehrere kleine Museen. Auch ein Spaziergang ins Stadtzentrum ist möglich. Von dort eröffnet sich ein weiter Blick auf den Boulevard. Abends wirkt die Beleuchtung besonders romantisch. Der Übergang von der Altstadt zum modernen Baku ist beeindruckend. Dieser Kontrast macht die Reise zu einem besonderen Erlebnis.
Beim Besuch des Schirwanschah-Palastes spürt man die Magie des Steins. Wenn Sie nach Baku reisen, sollten Sie diesen Palast unbedingt in Ihre Reiseroute aufnehmen. Schlendern Sie gemütlich durch die Gassen der Altstadt. Besuchen Sie am selben Tag auch den Leanderturm. Weitere Reiseideen finden Sie hier.Sehenswürdigkeiten in BakuSchauen Sie sich auch unseren Artikel "..." an.
















