Ufer der Newa

13.05.2026
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Ufer der Newa

Die Ufer der Newa bieten eine Promenade im Herzen Sankt Petersburgs. Hier atmet die Stadt, im Rhythmus des Wassers. Tagsüber ist das Licht, das sich in den Granitmauern spiegelt, blendend. Abends sind die Brücken beleuchtet, und die Wasseroberfläche glänzt wie Seide. Man findet eine Bank, setzt sich und verweilt lange. Radfahrer fahren vorbei, Touristen bleiben stehen, um Fotos zu machen. Manchmal gleitet ein Boot vorbei, begleitet vom Rauschen der Wellen an den Felsen. Palastfassaden und alte Herrenhäuser säumen das Ufer. Jede Ecke erzählt eine andere Geschichte Sankt Petersburgs. Während der Weißen Nächte schläft die Stadt kaum. Im Winter ist die Newa-Uferpromenade rauer, aber auch poetischer. Ein Spaziergang entlang der Newa-Uferpromenade ist die beste Art, die Stadt kennenzulernen.

Wohin und wie kommt man dorthin?

Die Ufer der Newa erstrecken sich im Stadtzentrum über eine breite Promenade. Der beliebteste Abschnitt konzentriert sich rund um das Palastufer. Vom Newski-Prospekt aus ist das Ufer bequem zu Fuß erreichbar. Die Metrostation Admiralteyskaya bietet eine der praktischsten Möglichkeiten, ins Zentrum zu gelangen. Die Sportivnaya-Seite ist ein schöner Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Inseln. Das Viertel Vasileostrovskaya eignet sich ideal für einen Spaziergang am Universitätsufer. Dank der Brücken ist der Übergang zwischen den beiden Ufern problemlos möglich. Die Palastbrücke ist besonders beliebt für Spaziergänge im Sonnenuntergang. Die Orientierung am Ufer ist ebenfalls einfach; man kann sich am Wasser orientieren. Man kann sogar „immer parallel zum Wasser“ spazieren, ohne eine Karte zu benötigen.

Kurze Geschichte

Die Newa ist das Herzstück des Gründungskonzepts der Stadt. Sankt PetersburgDie Stadt wurde 1703 als Fenster zum Westen konzipiert, wobei die Nebenflüsse, Inseln und Kanäle der Newa diesen Plan prägten. Früher wirkten die Ufer natürlicher und verstreuter. Im Laufe der Zeit wurden steinerne Befestigungsanlagen errichtet, die die Küstenlinie festigten. Granitdeiche verbreiteten sich im 18. und 19. Jahrhundert. Diese Deiche dienten als Hochwasserschutz und verliehen der Stadt gleichzeitig eine regelmäßige Silhouette. Paläste mit Blick auf die Ufer spiegelten die Macht des Staates und des Adels wider. Der heutige Verlauf des Flusses ist ein lebendiges Zeugnis dieser langen Urbanisierung. Das Newa-Ufer erzählt die Geschichte St. Petersburgs Schritt für Schritt.

Architektonische und künstlerische Besonderheiten

Denkt man an die Ufer der Newa, fallen einem sofort die Granitufer ein. Der graue Stein harmoniert zu jeder Jahreszeit mit dem Blau des Wassers. An den Geländern sind kunstvolle Gusseisendetails zu erkennen. Klassische Motive und Rosetten stechen an manchen Stellen hervor. Die Fassaden entlang des Ufers gleichen einem Freilichtmuseum. Barock, Neoklassizismus und Eklektizismus stehen Seite an Seite. Säulen, Bogenfenster und Verzierungen ziehen die Blicke auf sich. Auch die Metallarbeiten an den Brücken tragen zur Ästhetik bei. Besonders im Abendlicht wirken die Brückenlinien skulptural. Der breite Fußgängerweg lädt zum Verweilen und Bewundern ein. Manchmal führt eine Treppe sogar noch näher ans Wasser. Diese Nähe macht das Erlebnis am Newaufer so besonders.

Besuchen Sie Informationen

Die Ufer der Newa bieten zu jeder Tageszeit einen angenehmen Freiraum.

  • Eintrittspreis: Es ist kostenlos und es handelt sich um einen Stadtspaziergang.
  • Besuchszeiten: 24 Stunden sind ausreichend; Stunden mit Beleuchtung sind angenehmer.
  • Beste Periode: Es ist besonders zwischen Ende Mai und Juli beliebt.
  • Weiße Nächte: Es kann selbst spät in der Nacht noch hell sein.
  • Wintersaison: Der Wind wird stärker, daher ist ein Accessoire zum Schutz des Gesichts eine gute Idee.
  • Durchschnittliche Zeit: Es lässt sich problemlos in 1-3 Stunden einplanen.
  • Sicherheit: In belebten Gegenden, insbesondere im Stadtzentrum, sollten Sie Ihre Wertsachen stets im Auge behalten.
  • Gehfläche: Steinböden können im nassen Zustand rutschig sein.
  • Sich ausruhen: Bänke und großzügige Aussichtsplattformen sind üblich.
  • Transport: Es besteht eine gute Anbindung an verschiedene Stadtteile über Brückenübergänge.

Tipps und Tricks zum Fotografieren

Die klassischste Bildkomposition ist das weite Panorama entlang des Schlossflusses. Die Silhouette des Peter-und-Paul-Schlosses am gegenüberliegenden Ufer ist deutlich zu erkennen. Stellen Sie sich auf die Schlossbrücke und fangen Sie beide Ufer im selben Bild ein. Die goldene Stunde erzeugt warme Töne vor dem Hintergrund der Granitsteine. Keine Sorge, auch an bewölkten Tagen gelingen ausdrucksstarke Fotos. Bootslichter hinterlassen wunderschöne Spuren in Nachtaufnahmen. Sie können Langzeitbelichtungen im fließenden Wasser ausprobieren; ein Stativ ist dabei hilfreich. Bei Wind sollten Sie das Stativ absenken, um Verwacklungen zu vermeiden. Wenn Sie Porträts fotografieren, ist ein schlichter Hintergrund empfehlenswert. Nutzen Sie die Ufergeländer als Rahmen. Vergessen Sie auch nicht die Bereiche unter den Brücken; die Linienführung ist sehr eindrucksvoll. Die frühen Morgenstunden eignen sich ideal für Aufnahmen ohne Menschenmassen. Im Winter verstärkt sich der Kontrast in eisigen Landschaften, achten Sie daher auf die Belichtung.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Die Ufer der Newa verbinden viele Sehenswürdigkeiten. Eremitage ve SchlossplatzEs handelt sich um eine Haltestelle ganz in der Nähe des Ufers. Der bronzene Reiter Die Statue ist bequem zu erreichen, nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Die Isaakskathedrale mit ihrer Kuppel dient als Orientierungspunkt auf dem Weg. Neu Hollanda Die Insel ist ideal für alle, die eine Pause einlegen und einen Kaffee genießen möchten. Auf der Wassiljewski-Insel befinden sich Museen und historische Regierungsgebäude. Die Gegend um die Kunstkamera eignet sich hervorragend für eine Kulturroute. Die Peter-und-Paul-Festung am gegenüberliegenden Ufer rundet das Bild ab. Abends herrscht in der Nähe der Brücken reges Treiben. Ein Spaziergang am Ufer lässt sich gut mit einer Kanalfahrt verbinden.

Wenn Sie nach Sankt Petersburg reisen, sollten Sie unbedingt das Ufer der Newa besuchen. Eine Stadt lernt man am besten kennen, indem man an ihrem Wasser entlangspaziert. Das Newa-Ufer bietet malerische Landschaften, Geschichte und einen ganz eigenen Rhythmus. Weitere Routenvorschläge finden Sie in meinem Artikel „Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg“. Erzählen Sie mir nach Ihrer Reise doch, welcher Abschnitt des Flussufers Ihnen am besten gefallen hat.

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